TESTEN: CORE XR6

Nachdem der XR5 diverse Höhenrekorde brechen konnte, geht COREs XR-Serie dieses Jahr in die sechste Runde. Was bleibt, ist der erfolgreiche Mix aus Delta- und Bow mit fünf Struts und ausgeprägter Konkave an der Hinterkante. Unterschiede spüren wir beim Test vor allem bei Handling und allgemeinem Barfeeling. Im Vergleich zum XR5, der diesbezüglich wie ein typischer Fünf-Strutter agierte und etwas beherzter eingelenkt werden wollte, dreht der XR6 agiler. Leicht veränderte Bridle-Positionen und ein steiferes Strut-Design scheinen den XR6 schneller reagieren zu lassen, aber ohne ihn dabei zu fahrig zu machen. Die Bridles erscheinen definitiv kürzer, das Double-Pulley-System ist jedoch dasselbe wie beim Vorgänger. Dazu wurde der Bardruck geringfügig erhöht. Alles in allem fühlt sich der XR6 über die gesamte Depower-Range hinweg geschmeidig an und behält stets solide Spannung an den Steuerleinen. Powert man ihn aktiv an, bemerkt man sofort die Profiländerung – die angeströmte Fläche vergrößert sich ebenso wie der Zug. Hinsichtlich des Materials kommen viele wohlerprobte Elemente des XR5 auch beim XR6 wieder zum Einsatz, wie das spürbar feste, widerstandsfähige Exotech-Dacron und das CoreTex Three-Core-Ripstop mit schwerem, seidigen Coating, bei dem an UV-Schutz nicht gespart wurde. Mittels der CIT-Settings an der Leading Edge kann der Kite an verschiedenste Fahrstile angepasst werden, diverse Anküpfpunkte für die Backlines ermöglichen Änderungen bei Barkräften und Drehgeschwindigkeit. Im Bereich des eingehakten Freeridens ist der XR6 definitiv einer der Marktbesten, und seine Boosting-Fähigkeiten funktionieren wie der “Ludicrous”-Modus des Tesla: Wirft man sie an, ist die Hölle los. Soll heißen: Du kannst mit diesem Kite harmlos in der Gegend herumcruisen – oder dich nach oben schießen, bis die Nase blutet. Auch in Kombination mit dem Foil hat der XR6 uns angenehm überrascht. Nicht nur, dass er früh losgeht und durch seine fünf Struts stabil und kontrolliert fliegt. Auch seine Sheet-in-Fähigkeiten, die schnellere Drehgeschwindigkeit sowie nahezu groteske Höhelaufeigenschaften machen Freeride-Foilen zum Vergnügen. Die Paradedisziplin des XR6 sind allerdings massive Jumps bei Überpower. Im Vergleich zum Vorgänger geht’s mit dem aktuellen Modell gerader nach oben, d. h. mit weniger Leeversatz. Obwohl Loops eher der COREs GTS-Serie zugeschrieben werden, macht auch der XR hier einen ansehnlichen Job, agiert in der Luft geschmeidig und präzise und fängt einen vorhersehbar und zuverlässig wieder auf. Nichtsdestotrotz bleibt er ein perfektes Werkzeug für hohe, vertikale Sprünge – ein leistungsstarker Freerider mit Superman-Flugvermögen und präziser Power-Kontrolle. Ein klarer Beweis dafür, wie viel Potential noch im Delta-Konzept steckt.  

Kurz gesagt: Die großen Talente des XR6: Vertikale Boosts und eingehakte Freestyle-Tricks. Und dabei zeigt sich das aktuelle Modell geschmeidiger und freundlicher als je zuvor. 

190803 TKM 33 CORE - CORE XR6

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