TESTEN: CrazyFly Hyper

Der Hyper ist CrazyFlys Eintrittskarte in den Markt der Performance-Freerider. Da fragt man sich doch vielleicht, wie ein in Europa gefertigter Kite gegen 20 Jahre Kiteproduktion in Asien abschneidet? Die Antwort: Extrem gut! Die Naht an der Leading-Edge ist schön zugeschnitten und liegt unter dem Tuch, was die Aerodynamik des Kites verbessert und den Ventilen mehr Platz lässt. An der Oberseite der Canopy befindet sich ein verstärkender Rahmen aus Dacron, so dass die Kraftverteilung an der Innenseite aerodynamisch sauber verläuft. Alles in allem ist der Kite mittelschwer gebaut, mit vielen Verstärkungen und einzigartigen grünen Kevlar-Patches. In Sachen Qualitätskontrolle ist es definitiv von Vorteil, die Fabrik vor der Haustüre zu haben! Der Rahmen ist für einen Kite dieser Spannweite extrem steif – so fliegt der Hyper trotz hoher Aspect Ratio sehr stabil und liefert dem Rider beruhigendes Feedback. Fünf Struts halten die Canopy super straff – hier flattert nichts, egal in welchem Winkel der Kite zum Wind steht. Wer ein Mainstream-Allroundmodell gewohnt ist, muss beim Wechsel auf den Hyper seine Technik etwas anpassen: Durch die hohe Spannweite verhält er sich ein wenig wie ein Foilkite – was bedeutet, das man bei Turns die Bar wegschiebt. Mit angezogener Bar dreht er sehr zentral, ist hinsichtlich des richtigen Trims allerdings etwas sensibel. Die nötige Anfangsgeschwindigkeit zu generieren erfordert etwas Aufwand und Technik, aber dann zieht der Hyper bemerkenswert Höhe. Mit ordentlich Speed angefahren bietet er großartigen, kontrollierbaren Lift und einen sanften Sinkflug. Der Lift ist extrem leicht abrufbar, und selbst bei Absprüngen ohne großes Engagement geht es überraschend hoch hinaus. Sogar ohne viel Power im Kite konnten wir problemlos WOO-Scores von mehr als zehn Metern knacken! Die Sick Bar – auch direkt im Hause CrazyFly gefertigt – ist erfrischend clean designt und durchdacht: Die Safety-Line verläuft innerhalb eines PU-Schlauchs, was Abnutzung an den typischen Verschleißstellen verhindert und die Bar wesentlich langlebiger macht. Dazu kommt oberhalb des Chickenloops ein einfach bedienbarer Un-Twister für die Frontleinen. Die Plastikteile des Quick Release wirken äußerst solide und die Leinen bestehen aus qualitativ hochwertigem Liros-Dyneema (wobei hier eine Farbcodierung für den Fall der Fälle nicht schlecht wäre). Alles in allem ist ein extremer Kite-Shape wie der des Hyper in einem Sektor, in dem die meisten Hersteller mit ihren Designs eher auf Nummer sicher gehen, äußerst begrüßenswert! Noch dazu, weil dieses schlanke Biest erfreulich vielseitig ist und einen mühelos in schwindelerregende Höhen katapultiert.

Kurz gesagt: Ein einfach zu fliegender Kite mit fantastischer Verarbeitungsqualität, der einen (mit etwas Glück) bis in die Erdumlaufbahn schießt …

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