TESTEN: CrazyFly Up Foil

CrazyFly beehren den heiß umstrittenen Foil-Sektor in diesem Jahr mit zwei neuen Modellen: dem Up und dem Master. In Sachen Qualität wurden bei beiden keine Abstriche gemacht – soll heißen, dass beide Vorder- und Hinterflügel vollends aus Pre-Preg-Carbon gefertigt sind, kombiniert mit Aluminium-Fuselage und –Mast. Alles in allem bringt das Up mit nur 2,8 Kilo deutlich weniger auf die Waage als andere Foils für Anfänger- bzw. Fortgeschrittene. Die Montage ist super easy; drei Schrauben sichern den Frontflügel, zwei den Mast, zwei den hinteren Flügel (was mittlerweile ziemlich dem Standard entspricht). Für CrazyFly hat es sich definitiv gelohnt, mit dem Einstieg in den Foil-Markt etwas zu warten – mittlerweile weiß man, was wirklich funktioniert und hat anhand dieses Know-hows ein Foil produziert, das in allen Belangen up to date ist.

Getestet haben wir das Up in Kombination mit dem Chill-Board, das in der europäischen CrazyFly-Fabrik gebaut wird. Das garantiert eine 1A-Konstruktion sowie Top-Verarbeitung. Das Chill ist relativ leicht und kommt mit ansprechendem Design, bei dem das verarbeitete Paulownia-Holz leicht durchscheint. Es verfügt über eine breite, eckige Outline mit ordentlichem Nose-Rocker, der das Eintauchen der Nose verhindert. Durch die vier Fixierungspunkte an der Unterseite kann das Foil dem Skill-Level bzw. Fahrstil entsprechend positioniert werden. Durch das recht geringe Volumen liegt das Board eher im als auf dem Wasser – ein Frontstrap kann hier (vor allem für Foil-Einsteiger) nicht schaden, um das Brett leichter in Position zu bekommen. Wer Strapless-Takeoffs beherrscht, wird das dünne und leicht manövrierbare Board hingegen sehr zu schätzen wissen. Das Foil steigt früh aus dem Wasser – wenn man es aber etwas länger unten hält als eigentlich notwendig, bietet es super-geschmeidigen Lift und soliden Speed. Die Kombination aus Chill und Up lässt sich gut kontrollieren; das Foil verzeiht Fehler und eignet sich gut, ein Gefühl für die richtige Balance bzw. den benötigten Druck mit dem hinteren Bein zu bekommen. Die Transitions sind smooth, das Up dreht sehr gleichmäßig, vorhersehbar und gleicht Geschwindigkeitsunterschiede angenehm aus. Tacks und Gybes zu lernen ist nie einfach, aber das Up ist ein Foil, das Vertrauen gibt, die Moves durchzuziehen (die breitere Nose bietet dabei eine sichere Plattform für eventuelle Touchdowns). In Sachen Speed braucht sich das Up nicht zu verstecken – man kann damit richtig Gas geben, und durch die Carbon-Wings fühlt es sich (sofern kraftvoll gefahren) mindestens wie ein Fortgeschrittenen-, wenn nicht sogar wie ein Experten-Foil an.

Kurz gesagt: In Sachen Qualität, Konstruktion und Preis präsentiert sich das Up definitiv höherlagig als ein Einsteiger-Foil. Es ist zwar einfach zugänglich, hat aber auch bei steigenden Skills noch viel zu bieten – sprich, man kann damit ordentlich Gas geben.

Just In...