TESTEN: Duotone Mono

Im Zuge der von Duotones Marken-Shift nahm sich deren langjähriger Designer Ken Winner auch den Mono vor und überarbeitete ihn komplett. Optisch resultiert dies in einem etwas ausgeprägteren Bogen und flächigeren Wingtips – die Leading-Edge ist stark geschwungen und die Aspect-Ratio deutlich geringer, was sich in der Luft sofort durch mehr Grundzug bemerkbar macht. Die Konstruktion ist minimalistisch, verzichtet aber nicht auf Qualitätsmaterialien wie Teijin Trinity, das den Hauptteil des Tuchs ausmacht und die rundgezackte Verstärkung an der Hinterkante. Auch bei voller Depower bietet der Mono noch vertrauensvollen Grundzug und steht selbst bei schwächelndem Wind stabil in der Luft, so dass man stets weiß, wo der Kite sich gerade befindet – für einen Leichtwind-Kite eine äußerst beruhigende Eigenschaft! Dass der Foil-Einsatzbereich beim Redesign mit berücksichtigt wurde, ist offensichtlich. Das Flugverhalten des Mono ist makellos und selbst im Lowend super stabil. In Sachen Drehgeschwindigkeit und Steuer-Inputs zeigt er sich – ohne jegliche Fahrigkeit – reaktiv, gibt gutes Feedback und ist im Vergleich zu anderen Single-Struttern eher auf der sanften Seite. Viele Single-Strut-Designs müssen extrem stark aufgepumpt werden, um die fehlende Rahmenstabilität auszugleichen – beim Mono ist das nicht der Fall. Ein Standard von 6psi reicht aus, die Bladder wird also nicht unnötig strapaziert. Stattdessen setzt Duotone auf einen größeren Durchmesser der Fronttube, was hinsichtlich der Formstabilität gut zu funktionieren scheint. Der Erzfeind der Single-Strutter ist seit eh und je eine flatternde Hinterkante, und davon blieben die ersten Mono-Modelle nicht verschont. Aber mit etwas Magie bei der Überarbeitung konnte Duotone dieses Problem nun nahezu gänzlich eliminieren, und Flattern macht sich beim neuen Mono nur noch im extremen Topend bemerkbar. Zum Freeride-Foilen – definitiv ein Designschwerpunkt des Mono – fanden wir ihn mit der Kombi aus schnelleren Steuersettings plus 22-Meter-Leinen wesentlich besser lenkbar, also runter mit den Extensions! Die Click Bar ist dabei angenehm clean und funktionell, nichts baumelt herum oder ist im Weg. In Kombination mit einem Twintip agiert der Mono als konstante und vorhersehbare Kraftquelle mit gutem, geschmeidigen Lift, sobald er über den Zenith bewegt wird. Was besonders Tacks und Jibes beim Foilen vereinfacht. Auch für erfahrene Wavekiter ist er durchaus ein guter Partner – und durch sein geringes Gewicht eignet er sich perfekt als leichtes Zusatzgepäck für Trips an Surfspots, an denen hin und wieder eine Brise aufkommt.

Kurz gesagt: Der Mono ist ein beeindruckendes Kraftpaket mit vielseitigen Trim-Optionen und deckt einen breiten Einsatzbereich ab – von Schulungen bis hin zum Foilen für Experten.  

190618 TKM 32 Tested Duotone Mono - Duotone Mono

Just In...

Duotone Select 2019

Die Meinung unseres Teams zum neuen Select: Ein extrem leistungsfähiges und zugängliches Board.

READ MORE

Duotone Rebel

Ein alter Bekannter mit vertrautem Fahrgefühl – und ein paar raffinierten Neuerungen.

READ MORE