TESTEN: Naish Dash

Als der Dash letztes Jahr in die Kategorie der Performance-Freerider einzog, wurde er gleich gut aufgenommen. Auch in seiner zweiten Generation ist er wieder ein spielerischer Kite für alle, die im Freestyle Gas geben wollen (auch unhooked), gerne ein paar Loops durchziehen und sich hoch hinausschießen – dabei aber keinen kompromisslosen Freestyle-Kite wie den Torch ESP fahren möchten. Crossover-Kites wie der Dash haben in den vergangenen Jahren einen wahren Boom erlebt – bei so viel Konkurrenz muss also sowohl Leistung als auch Verarbeitung stimmen. Durch Naishs Quad-Tex, das die Canopy verstärkt, kommt der Kite mit weniger Dacron aus und ist dementsprechend leichter. Auch der Durchmesser der Leading Edge wurde reduziert, was dem Dash V2 noch mehr Drehgeschwindigkeit und Reaktionsfreudigkeit verleiht. Insgesamt ist die Qualität der Verarbeitung beeindruckend.

Auf dem Wasser gibt der Dash einem sofort das typische Naish-Feeling: Er ist schnell, präzise und mit wenig Barkräften. Dazu gesellt sich noch Naishs Paradedisziplin – die unglaublich weiche und geschmeidige Depower. Nie spürt man beim Anziehen und Wegschieben der Bar irgendein Ruckeln, und selbst kleine Korrekturen liefern sofortige Reaktionen. Da hat Naishs Kite-Designer Damien Girardin ganz klar gute Arbeit geleistet. Der Dash ist kein “Sheet and go”-Kite – um seine Schokoladenseite zum Vorschein zu bringen, erfordert er von seinem Fahrer schon etwas Input (wie für diese Art von Kites üblich). Im Windfenster sitzt er etwas weiter vorne als etwa der Pivot, was bedeutet, dass auch das Lowend nicht ganz so gut ist. Dafür liefert der Dash – gekonnt bedient – mächtigen Punch! Erst erkundet man damit das Windfenster, um den Speed Spot zu finden – und dann schießt man sich damit zum Mond, von einem Ohr bis zum anderen grinsend. Wir sind den Dash bei starkem Wind geflogen, und das Topend scheint unendlich zu sein. Der Kite saugt starke Böen förmlich auf und will einen niemals von der Kante ziehen – ein großes Plus, wenn man bei knackigen Bedingungen seine Limits pushen und ein paar Megaloops durchziehen will. Auch unhooked ist der Dash eine Spaßmaschine. Er ist schnell und liefert großartigen Slack für Handlepass-Tricks. Beim Loopen hat er so viel Speed, dass man sich keine Sorgen machen muss, nicht aufgefangen zu werden. Loops zählen zu den Spezialdisziplinen des Dash. Erfahrene Looper können ruhig zu einer größeren Größe mit kurzen Leinen greifen. Kann gut sein, dass wir diesen Kite bald auf einem unserer Cover sehen …

Kurz gesagt: Mit seiner Schnelligkeit und spaßigen Handhabung bringt der Dash ordentlich Schwung in die Kategorie der Performance-Freerider.

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