TESTEN: Nobile Infinity Carbon Split

Wenn du mit Surfen aufgewachsen bist – so wie einige TheKiteMag-Mitarbeiter – wurdest du vermutlich schon früh mit der Frage konfrontiert: Wie komme ich mit der ganzen Surfausrüstung an meine Traumspots? Vielleicht reichen deine Erinnerungen sogar noch zurück in die Zeit, als es noch keine FCS-Finnen gab und man die Dinger zum Transport noch abschrauben musste … gut, springen wir in der Zeit ein paar Jahre nach vorne: Wir haben FCS-Finnen und kitespezifische Surfboards, die in der Regel etwas mehr aushalten als ihre reinrassigen Surf-Cousins. In einem ordentlichen Bag verpackt kannst du also davon ausgehen, dass ein solches Brett auch bei Flugreisen unbeschadet am Zielort ankommt. Fazit: Das Leben ist mittlerweile viel einfacher. Was sich trotz neuen Konstruktionen nicht geändert hat: Surfboards, auch die zum Kiten, sind immer noch relativ lang. Was auf dem Wasser auch Sinn macht, oder vielmehr notwendig ist. Blöd ist nur, dass das beim Reisen meist eine Stange Geld kostet. Split-Twintips sieht man deshalb mittlerweile schon recht häufig – nicht nur bei Kitern, die viel reisen. Wenn man nicht gerade auf Pro-Level-Performance aus ist, ist die Tatsache, dass man ein Split-Board ganz easy teilt und leicht im Auto oder Schrank verstaut, durchaus ein Argument. Die Gründe, ein Surfboard in zwei Hälften zu teilen, liegen auf der Hand. Allerdings gibt es dabei ein Problem: Die Konstruktion. In der Regel haben Surfboards Schaumkerne für mehr Auftrieb. Einen solchen Kern kann man aber nicht so einfach teilen. Eine Tatsache, von der sich Nobile nicht abhalten ließen: Sie vergleichen ihre Infinity-Serie zwar nicht mit “echten” Surfbrettern – setzen aber alles daran, der Performance eines klassischen Surfboards möglichst nahe zu kommen. Das Infinity Split überzeugt mit super leichtem Gewicht von nur 3,8 kg, dazu kommen Standard-FCS-Finnen (ein schönes Qualitäts-Set wird mitgeliefert) und einer gut aussehenden Surf-Outline – mit ordentlich Breite in der Mitte, die in einen leicht invertierten Squash-Tail ausläuft.

Das EVA-Deck fühlt sich auf dem Wasser sehr angenehm an, und die abgeschrägten Enden bieten jede Menge Grip für kompromisslose Turns. Das Infinity Split will voll gepowert gefahren werden – sprich, der Kite muss richtig angetaucht werden (so, als würde man mit einem Twintip starten). Ist das Brett aber einmal auf Touren, baut es soliden Speed auf und läuft gut Höhe. In der Welle muss man stets darauf achten, Power zu generieren – hat man das drauf, liefert das Infinity Split aber spaßige, schnelle Turns. Also in Sachen Fahrstil definitiv ein Unterschied zu anderen Surfboards, aber mit etwas Eingewöhnung (und einer bzw. zwei Kitegrößen mehr als andere Wellenkiter) ist jede Menge Spaß garantiert!

Kurz gesagt: Ein Brett für voll angepowerte, großartige Surf-Sessions, das auch am Flughafen mühelos durch den Check-In gleitet.

Just In...