TESTEN: KITESURFMAG#1 AUF DEM PRÜFSTAND: North Rebel

Es gibt Kites, die schon seit Jahren fixer Bestandteil des Lineups einer Marke sind. Einfach, weil sie immer gleich beliebt waren und genau das taten, was sie am besten konnten – ohne neu erfunden werden zu müssen oder ein Rebranding nötig zu haben. Der Rebel ist so ein Kite. Als bekannt gegeben wurde, dass das 2018er-Modell plötzlich auch mit vier Leinen fliegen sollte, haben einige sicher zittrige Hände bekommen … Da stellt sich die Frage: Was hat North dazu gebracht, ihr langjähriges Erfolgsrezept neu zu mischen? Nun, die Technik von Kites ist heutzutage so weit fortgeschritten, dass gewisse Gründe für eine fünfte Leine – Stabilisierung der Leading Edge und maximale Depower – inzwischen auch in der Welt der Vierleiner-Kites verwirklicht wurden. Und obwohl immer noch viele das Auswehen und den Relaunch der Fünfleiner lieben, sind diese Eigenschaften am Markt nicht mehr so bedeutend wie noch vor fünf oder zehn Jahren. Also ist der Rebel einfach mit der Zeit gegangen (geflogen werden kann er immer noch mit Fünfer-Setup – nur ist die fünfte Leine nicht mehr auf Spannung, sondern dient lediglich Safety-Zwecken). Ok, weg vom Leinen-Setup und hin zu den anderen Neuerungen am Rebel: Das Tuch besteht aus Trinity TX, einem Mix aus Double- und Triple-Ripstop, das robuster, aber horizontal elastischer ist, wodurch sich der Kite noch angenehmer anfühlen soll. Rebel-Anhänger, die sich jetzt fragen, ob ihr Liebling sich nach all diesen Änderungen überhaupt noch anfühlt wie ein Rebel, können beruhigt sein – die Antwort lautet ja. Und ein paar Extras gibt’s eben noch obendrauf.

Der Rebel mag in Sachen Style zwar nicht jedermanns Sache sein – aber seitdem die ganze Welt Woo-verrückt wurde und der King Of The Air immer mehr gehypt wird, ist Big-Air wieder voll da. Und mit einem Rebel hoch zu springen ist einfach Wahnsinn … der Kite ist eine Rakete! Du schießt dich raus und die Hangtime ist schon fast absurd. Dazu kommt die beeindruckende Windrange, die beim 2018er-Modell nach oben hin noch verbessert wurde. Auch, wenn man am Top-End depowert, reagiert der Kite immer noch gut auf Lenkbefehle. Das ist immer ein gutes Zeichen – es gibt nichts Schlimmeres, als einen Kite zu depowern und ihn dann kaum noch kontrollieren zu können. Und Depower bietet der Rebel jede Menge! Die für gestreckte Hochleister typische Fünf-Strut-Strategie ist beim neuen Rebel wie gehabt, und die Kontrollierbarkeit entspricht dem Vorgänger. Trotz des enormen Boosts ist der Rebel weiterhin ein Kite, der auch Anfängern keinen Angstschweiß auf die Stirn treibt. Und der Relaunch wird jetzt auch denen vertraut sein, die ihn mit einem Vierleiner-Kite gelernt haben.

KURZ GESAGT: Der neue Vierleiner-Rebel fühlt sich an wie nach einem sportlichen Upgrade! Seine grandiose Low-end-Performance hat er beibehalten und in Sachen Top-End noch etwas zugelegt. Die Barkräfte sind geringer und der Kite allgemein etwas schneller.

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