TESTEN: KITESURFMAG#1 AUF DEM PRÜFSTAND: Slingshot Mixer

Wenn wir den schrägsten Tail-Shape des Jahres 2018 küren müssten, gäbe es einen heißen Anwärter auf den Sieg: das Slingshot Mixer. Die zweistufige Schräge, die in einer pintail-artigen Form endet, sieht jedenfalls nicht aus wie von der Stange. Eine Marke, die sich ernsthaft Gedanken darüber macht, welcher Shape sich zum Kiten in der Welle am besten eignet und dann kompromisslose Forschungs- und Entwicklungsarbeit investiert, anstatt einfach auf einen bei Surfboards standardmäßigen Tail-Shape zurückzugreifen – so etwas sehen wir gerne! Abgesehen vom Tail hat das Mixer eine relativ volle Outline und ist ziemlich breit (sogar die 5’6er-Größe hat noch eine Breite von 19”), bevor es in der Pintail-Form ausläuft. Die Quadrokonkave sorgt für mehr Speed und frühes Angleiten, dazu kommt ein Quadro-Fin-Setup (FCS II). Die Bauweise der diesjährigen Slingshot-Surfboards wirkt durchwegs sehr hochwertig – Bambus, Karbon und solides Glassing sorgen für ein stabiles, mittelschweres Board, das einige Saisonen mitmacht.

Auf dem Wasser fühlt man erst nicht viel Unterschied zum Angry Swallow, das Brett ist verspielt und reaktiv. Mit Power und Speed geht das Mixer aber anders um, fühlt sich durchsetzungsfähiger an, und schlitzt (durch die Quad-Finnen und den stufenartigen Pintail-Shape) beim Top-Turn etwas mehr durch die Welle. Du kannst dein Gewicht richtig nach hinten verlagern – trotzdem greift und hält das Brett während kraftvoller Turns, nahezu ohne Rücksicht darauf, wieviel Druck man aufs Tail gibt. Im Vergleich zu anderen Modellen der Range braucht das Mixer etwas mehr Wind, dafür pflügt es ziemlich komfortabel durch den Chop, fühlt sich weich an und generiert auch kaum Schläge, wenn es mal schnell und kabbelig wird. Zum Höhelaufen müssen die Finnen greifen, also muss das Board flach gehalten werden. Dazu muss man anfangs seinen Stance etwas anpassen, aber wenn man den Dreh heraußen hat, fühlt es sich effizient an. Am besten eignet sich das Mixer für starken Wind und mittlere Onshore-Bedingungen – das Brett ermöglicht einen ordentlichen Winkel nach oben ins Face und Spray auf Abruf.

KURZ GESAGT: Das Mixer schlägt die Brücke zwischen traditionellen Shortboards und einem kraftvollen, auf Speed ausgelegten Brett. Das Resultat: Ein Surfboard, dass sich gut zum Kiten in der Welle eignet, sich bei hohen Geschwindigkeiten komfortabel fährt und Spaß macht.

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